Golfschläger
Eine Ballsportart mit besonderer Tradition – das ist der Golfsport mit Sicherheit. Während es sich hierbei lange Zeit um eine elitäre Beschäftigung für die obere Bevölkerungsschichte handelte, hat der Golfboom der letzten Jahre Golf zu einem wahren Volkssport gemacht. Diese Entwicklung hat auch dazu geführt, dass Zugangsbeschränkungen sowie Kleidungsvorschriften zum Teil gelockert wurden.
Ziel des Golfsports
Das Ziel des Golfsports ist im Allgemeinen damit definiert, einen Ball mit möglichst wenig Schlägen über eine gewisse Distanz in ein Loch zu befördern. Dabei sind zahlreiche Vorgaben zu erfüllen, die im Regelwerk festgehalten werden. So muss der Durchmesser des Balles mindestens 42.67 Millimeter betragen, während das Gewicht mit maximal 45.93 Gramm beschränkt ist. Das Loch, das dabei anvisiert wird, ist meist mehrere hunderte Meter entfernt und weist lediglich einen Durchmesser von 10.8 Zentimetern auf, was die Aufgabe selbstverständlich deutlich erschweren kann. Auf einer Golfrunde werden dabei in der Regel 18 solcher Löcher angespielt, wobei eine Distanz von mehr als 7000 Metern zurückgelegt wird. Die Summe der Schläge wird am Ende zusammengezählt und als so genannter Score auf der Scorekarte schriftlich festgehalten, wobei der mit dem niedrigsten Score der Sieger des Spiels ist.
Schläger im Golfsport
Um den Ball mit möglichst wenigen Schläger über eine doch durchaus erhebliche Entfernung schlagen zu können, ist es nötig, unterschiedliche Typen von Schlägern zur Verfügung zu haben. Daher haben sich fünf verschiedene Schlägertypen entwickelt, bei denen es sich um Hölzer, Eisen, Hybrids, Wedges und Putter handelt. Die Hölzer, oder auch Woods wie die englische Bezeichnung lautet, werden dabei vor allem vom Abschlag oder Fairway aus benützt. Sie sind so aufgebaut, dass man mit ihnen speziell hohe Weiten erzielen kann, weshalb er zumeist über einen besonders großen Schlägerkopf verfügt. Das Trägheitsmoment ist dabei weit hinten und tief unten gehalten, sodass der Ball rasch in die Luft steigt und eine steile Flugkurve einschlagen kann. Besonders zu erwähnen ist dabei auch noch, dass es sich beim Holz 1 um den so genannten Driver handelt, der für Abschläge genutzt wird. Bei der zweiten Schlägerform handelt es sich um die Eisen, die in der englischen Bezeichnung woods heissen. Sie werden vor allem dann herangezogen, wenn man mit einem mittellangen Schlag Weiten zwischen 70 und 180 Meter erzielen will. Im Vergleich zu den Hölzern kann ein Eisen einiges mehr an Kontrolle aufweisen, sodass man deutlich präzisere Schläge erzielen kann. Weiters gibt es auch noch die Hybrids oder Rescue Schläger, die erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstanden sind. Bei den Hybrids handelt es sich um eine Mischung aus Holz und Eisen, wobei man versucht die jeweiligen Vorteile der beiden Schlägerformen darin zu vereinen.
So soll ein Hybrid die Länge der Hölzer aber auch die Genauigkeit der Eisen aufweisen können, was auch dazu führt, dass die Hybrids auch gerne als Ersatz für eine der beiden anderen Schlägerformen eingesetzt werden. In weiterer Folge kann man auch noch auf Wedges zurückgreifen, die für kurze Schläge rund um das Green über Distanzen von maximal 100 Metern verwendet werden. Aber auch aus misslichen Lagen wie etwa dem Bunker kann man sich mit den speziellen Wedges am besten befreien. Zu guter Letzt sollten noch die Putter Erwähnung finden, die für das Spiel am Grün verantwortlich sind. Diese unterscheiden sich dadurch besonders von allen anderen Schlägern, dass der Ball damit nicht in die Luft befördert, sondern lediglich zum flachen Dahinrollen am Untergrund gebracht werden soll.
